COPD Erkrankung

COPD Erkrankung

COPD ist eine ernstzunehmende und weit verbreitete Erkrankung, die weltweit zu den häufigsten Todesursachen zählt. In diesem Blogartikel erhalten Sie einen Überblick über die COPD-Erkrankung, ihre Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten. Erfahren Sie, wie Sie sich schützen können und welche Massnahmen es gibt, um die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.

COPD – was ist das?

COPD steht für die englische Bezeichnung „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“ und bezeichnet eine chronische, fortschreitende Lungenerkrankung, die durch eine Verengung der Atemwege und einen fortschreitenden Verlust der Lungenfunktion gekennzeichnet ist. Etwa 10 % der erwachsenen Bevölkerung ist von COPD betroffen, und die Zahl der Erkrankten nimmt weltweit zu. Diese Krankheit ist global die dritthäufigste Todesursache, was sie zu einem bedeutenden Gesundheitsproblem macht.

Anatomie und Funktionsweise der Lunge

Die Lunge ist ein komplexes Organ, das aus zwei Lungenflügeln besteht. Der rechte Lungenflügel hat drei Lappen, der linke zwei, um Platz für das Herz zu schaffen. Von der Luftröhre, die wie der Stamm eines Baumes wirkt, zweigen die Bronchien als Hauptäste ab. Diese verzweigen sich weiter in kleinere Äste und enden in den Alveolen, den kleinen Lungenbläschen, die wie Trauben an einer Rebe angeordnet sind.Die Hauptfunktion der Lunge ist der Gasaustausch. Hierbei wird Sauerstoff aus der eingeatmeten Luft in die roten Blutkörperchen aufgenommen und Kohlendioxid, ein Abfallprodukt des Stoffwechsels, ausgeatmet. Die Atmung wird durch den Brustkorb und das Zwerchfell unterstützt. Der Brustkorb schützt die Lunge und ermöglicht die Atmung durch das Anheben und Senken der Rippen und des Brustbeins. Das Zwerchfell, der wichtigste Atemmuskel, bewegt sich bei jedem Atemzug und ist entscheidend für den Atmungsprozess.

Ursachen von COPD

COPD entsteht hauptsächlich durch eine anhaltende Entzündung der Atemwege und die Schädigung der Lungenbläschen. Hier ist ein einfacher Überblick über den Entstehungsprozess der Erkrankung:

1. Chronische Entzündung und Verengung der Atemwege: Eine langfristige Entzündung in den Atemwegen führt dazu, dass die Schleimhäute anschwellen und mehr Schleim produziert wird. Das sorgt dafür, dass die Atemwege immer enger werden, was das Atmen erschwert.

2. Reduzierte Elastizität des Lungengewebes: Durch die Entzündung wird das Lungengewebe geschädigt, wodurch die Lunge ihre natürliche Elastizität verliert. Dies kann zu einem Lungenemphysem führen, bei dem die Lungenbläschen, die für den Gasaustausch wichtig sind, ihre Form verlieren und miteinander verschmelzen.

3. Atemwegsverengung und „Air Trapping“: Die engen Atemwege verhindern, dass die Luft vollständig aus der Lunge herauskommt. Dies führt zu einem Zustand, der als „Air Trapping“ bezeichnet wird, bei dem die Lunge überbläht wird, weil die Luft nicht richtig ausgeatmet werden kann.

4. Langfristige Schädigung und Fibrose: Im fortgeschrittenen Stadium von COPD kann es zur Bildung von Narbengewebe kommen. Diese Fibrose verschärft die Schädigung und schränkt die Lungenfunktion weiter ein, was die Atmung zusätzlich erschwert.

Risikofaktoren der COPD Erkrankung

COPD kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden. Die wichtigsten Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, an COPD zu erkranken, sind folgende:

1. Rauchen ist der grösste Risikofaktor für COPD. Wer regelmässig Zigaretten raucht, belastet Atemwege und Lunge erheblich. Der Rauch führt zu Entzündungen und Schädigungen, die langfristig zur Entwicklung von COPD führen können.

2. Manche Menschen leiden unter erbliche Faktoren, die sie anfälliger für COPD machen können. Eine abnormale Lungenentwicklung von Geburt an kann das Risiko erhöhen, an COPD zu erkranken.

3. Luftverschmutzung kann durch chemische Partikel und Schadstoffe in der Luft entstehen, die die Atemwege schädigen. Wer in stark verschmutzten Umgebungen lebt oder arbeitet, atmet diese schädlichen Partikel ein, was das Risiko für COPD erhöht.

4.  Menschen, die in staubigen oder chemisch belasteten Umfeldern arbeiten, sind besonders gefährdet, da Staub, Dämpfe und Chemikalien die Atemwege schädigen und die Entstehung von COPD begünstigen können.

COPD Krankheitsbild

Die Symptome von COPD entwickeln sich langsam und werden oft übersehen. Die häufigsten Symptome sind:

  • Kurzatmigkeit: Vor allem bei körperlicher Anstrengung, die sich mit der Zeit verschlimmern kann.

  • Chronischer Husten: Oft begleitet von schwer abzugebendem Schleim.

  • Brustkorb-Steifheit: Ein Zustand, bei dem der Brustkorb eine „Fass“-Form annimmt.

Gewichtsverlust und Müdigkeit: Die Erkrankung kann zu erheblichem Gewichtsverlust und allgemeiner Erschöpfung führen.

Diagnose von COPD

Die Diagnose von COPD beginnt mit der medizinischen Anamnese und einer detaillierten Untersuchung. Der Lungenfacharzt führt verschiedene Tests durch, um die Diagnose zu bestätigen, darunter:

  • Lungenfunktionstests (Spirometrie): Messung des Ausatmungsvolumens in einer Sekunde und des Gesamtvolumens der Ausatmung.

  • Röntgen- oder CT-Untersuchung: Um strukturelle Veränderungen in der Lunge zu erkennen.

  • Pulsoximetrie: Bestimmung der Sauerstoffsättigung im Blut.

Zusätzlich können weitere Tests zur Identifikation von begleitenden Erkrankungen durchgeführt werden.

Therapie bei COPD Erkrankung: Diese Möglichkeiten gibt es

Die Behandlung von COPD erfordert einen umfassenden Ansatz, der medizinische Therapien und physiotherapeutische Massnahmen umfasst. Im Folgenden erhalten Sie einen detaillierten Überblick über die verschiedenen Therapiemöglichkeiten bei COPD und deren Einsatz im Umgang mit der Erkrankung.

Medizinische Behandlung bei COPD

Medikamente bei COPD sind ein zentraler Bestandteil der medizinischen COPD-Behandlung und zielen darauf ab, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Bronchodilatatoren wie Beta-2-Agonisten und Anticholinergika erweitern die Atemwege und erleichtern das Atmen, indem sie die Muskulatur der Bronchien entspannen. Inhalative Steroide reduzieren Entzündungen in den Atemwegen und werden häufig zusammen mit Bronchodilatatoren verwendet, um die Symptome von Husten und Atemnot zu kontrollieren. Oft kommen auch Kombinationspräparate zum Einsatz, die beide Wirkstoffgruppen vereinen, um eine bessere Symptomkontrolle zu erreichen.

Bei fortgeschrittener COPD kann eine Sauerstofftherapie notwendig sein, um die Sauerstoffversorgung des Körpers zu verbessern. Diese kann durch tragbare Sauerstoffsysteme zu Hause oder in einer Klinik durchgeführt werden und hilft, die Atemnot zu verringern und die Lebensqualität zu steigern, insbesondere bei körperlicher Belastung.

Physiotherapie und Rehabilitation beim Krankheitsbild COPD

Kraft- und Ausdauertraining sind zentrale Elemente der Physiotherapie in der Rehabilitationsphase für COPD-Patienten. Durch individuell angepasste Trainingsprogramme, die gezieltes Kraft- und Ausdauertraining umfassen, können Patienten ihre Muskulatur stärken und ihre körperliche Leistungsfähigkeit steigern. Diese Übungen tragen dazu bei, die Belastbarkeit zu erhöhen, die Muskeln zu kräftigen und die allgemeine Fitness zu verbessern. Ein regelmässiges Training kann nicht nur die Lebensqualität der Patienten erhöhen, sondern auch dabei helfen, die Symptome der COPD zu lindern.

Neben dem körperlichen Training ist die COPD-Atemtherapie ein wichtiger Bestandteil der physiotherapeutischen COPD-Behandlung. Dabei gibt es verschiedene Techniken, die eingesetzt werden, um die Atmung zu erleichtern und die Lungenfunktion zu optimieren:

  • Lippenbremse: Diese Atemtechnik hilft, die Atemwege offenzuhalten und die Atemnot zu verringern, indem man durch die Nase einatmet und durch einen leicht geöffneten Mund ausatmet, wobei mit den Lippen die Atemluft gebremst wird, um den Druck in den Atemwegen zu regulieren.

  • Zwerchfellatmung: Durch diese Technik wird die tiefe Atmung gefördert, indem das Zwerchfell stärker eingesetzt wird, um die Atemnot zu reduzieren und die Atemeffizienz zu verbessern.

  • Huffing und Husten: Diese Methoden unterstützen das Abhusten von Schleim und verbessern die Atemwege. Beim „Huff-Cough“ wird Schleim aus den Atemwegen befördert, ohne die Atemwege zu stark zu belasten.
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Über den Author
Madelon
Madelon ist in der Physio Station Dietikon als Physiotherapeutin tätig. Ihre Schwerpunkte sind Beckenboden Training, Schwangerschaftsbeschwerden, Manuelle Therapie, Rückenschmerzen, Narben- und Faszien Behandlung und Stress und Burnout Prävention.
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