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Frozen Shoulder

Frozen Shoulder

Die Frozen Shoulder, auch als adhäsive Kapsulitis oder Periarthritis bekannt, ist eine erstmals in den 1940er Jahren so bezeichnete schmerzhafte Erkrankung, die zu einer Bewegungseinschränkung des Schultergelenks führt. Bei dieser fortschreitenden Erkrankung entwickelt sich allmählich eine Versteifung der Schulter, was zu starken Schmerzen und Einschränkungen im Alltag führen kann. In diesem Artikel haben wir die Ursachen, Symptome und Behandlungsmöglichkeiten der Frozen Shoulder für Sie zusammengefasst.

Was sind die Ursachen einer Frozen Shoulder?

Frozen Shoulder ist eine schmerzhafte Erkrankung, die durch eingeschränkte Schulterbeweglichkeit und anhaltende Schulterschmerzen gekennzeichnet ist. Betroffene Personen erleben eine schleichende Reduzierung der Gelenkbeweglichkeit, die sich teilweise über Monate erstrecken kann. In fortgeschrittenen Fällen kann ein medizinischer Eingriff erforderlich sein, um die Beweglichkeit wiederherzustellen. Es ist wichtig, frühzeitig professionelle medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, um geeignete Therapieansätze zu identifizieren und die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern.

Die genauen Ursachen einer Frozen Shoulder sind jedoch noch nicht vollständig geklärt. Bei der primären Form der Schultersteife ist die Ursache unbekannt. Es wird jedoch vermutet, dass sterile Entzündungsprozesse in der Schulter zu Veränderungen in der Gelenkkapsel führen, die letztendlich zu Verhärtungen und einer Bewegungseinschränkung führen. Langes Ruhigstellen der Schulter, Traumata oder vorangegangene Schulteroperationen können begünstigende Faktoren sein. Auch hormonelle Störungen (z. B. bei Menopause oder Schilddrüsenerkrankungen), Stoffwechselstörungen oder gesteigerter Alkoholkonsum können das Risiko für eine eingefrorene Schulter fördern. Bei der sekundären Kapsulitis ist die Ursache in der Regel bekannt. Sie entsteht dabei oft infolge einer Verletzung, Operation, Überbelastung, Schultergelenksarthrose oder Infektion.

Die Anatomie der Schulter

Die menschliche Schulter ist eine komplexe Struktur, welche sich aus den folgenden vier Gelenken zusammensetzt:

1. Glenohumeralgelenk: Dieses Gelenk verbindet den Oberarmknochen mit dem Schulterblatt. Der Oberarmkopf und die Schulterblattpfanne sind durch die Schulterkapsel miteinander verbunden, die auch als Rotatorenmanschette bekannt ist. Diese Manschette besteht aus einer Reihe kleiner Muskeln, die eine entscheidende Rolle dabei spielen, den Oberarmkopf sicher in der Pfanne zu halten.

2. AC-Gelenk: Das Akromioklavikulargelenk (kurz AC-Gelenk) verbindet das Schulterdach (Acromion) mit dem Schlüsselbein (Clavicula). Es ist wesentlich für die Bewegung und Stabilität der Schulter.

3. SC-Gelenk: Das Sternoklavikulargelenk (kurz SC-Gelenk) bildet die Verbindung zwischen dem Brustbein (Sternum) und dem Schlüsselbein (Clavicula). Es ist eines der wenigen Gelenke, das die obere Extremität mit dem Rumpf verbindet.

4. Scapulothorakales Gelenk: Dieses Gelenk stellt die Verbindung des Schulterblatts (Scapula) mit dem Brustkorb (Thorax) dar. Die Stabilisierung des Schulterblatts erfolgt durch Muskeln im oberen Rückenbereich.

Wenn von einer „Frozen Shoulder“ die Rede ist, bezieht sich dies auf die Schulterkapsel, die das Glenohumeralgelenk umschliesst und so den Oberarmknochen mit dem Schulterblatt verbindet. Die Erkrankung kann dazu führen, dass sich die Kapsel verdickt und verhärtet, was zu eingeschränkter Beweglichkeit und Schmerzen in der Schulter führt.

Symptome und Diagnose einer eingefrorenen Schulter

Die Frozen Shoulder verläuft typischerweise in drei Phasen, die fliessend ineinander übergehen:

  • In der ersten Phase, der „Schmerzphase“, auch als “Freezing-Phase” bezeichnet, treten dumpfe und tiefliegende Schmerzen in der Schulter auf. Die Kapsel fängt an sich zu entzünden, verdickt und wird unelastisch. Besonders nachts können die Schmerzen stark sein und das Schlafen auf der betroffenen Seite erschweren. Die Beweglichkeit der Schulter ist zu Beginn der Erkrankung noch nicht stark eingeschränkt. Diese Phase dauert zwischen drei und sechs Monate.

  • In der nächsten Phase, der „Versteifungsphase“, auch als “Frozen-Phase” bezeichnet, nehmen die Schmerzen langsam ab, während sich die Beweglichkeit der Schulter zunehmend verschlechtert. Alltägliche Bewegungen wie Anziehen, Haare kämmen oder das Greifen nach hinten werden immer schwieriger. Die Schulter „friert“ sozusagen ein. Diese Phase kann vier bis zwölf Monate dauern.

  • In der letzten Phase, der „Auftauphase“, auch als “Thawing-Phase” bezeichnet, beginnt sich die Beweglichkeit der Schulter langsam zu verbessern. Die Schmerzen lassen nach und die Schulter „taut“ wieder auf. Diese Phase ist jedoch die längste Phase und kann ein bis drei Jahre dauern. In einigen Fällen können jedoch leichte Beschwerden zurückbleiben, die bis zu 10 Jahre anhalten können.

Unserer Erfahrung nach betrifft die Frozen Shoulder Erkrankung vor allem Menschen, die über 50 Jahre alt sind. Die Symptome beginnen plötzlich oder allmählich und sind durch intensive, anhaltende Schmerzen gekennzeichnet, die sich von der Schulter bis zur Hand erstrecken und den Alltag erheblich beeinträchtigen. Bei der Untersuchung zeigt sich ein deutlicher Verlust der Beweglichkeit, sowohl bei der aktiven (selbstständigen) als auch passiven (vom Therapeuten unterstützten) Bewegung. 

Die Diagnose einer eingefrorenen Schulter kann in der Regel anhand der Symptome und einer körperlichen Untersuchung gestellt werden. Der Arzt wird nach den genauen Beschwerden und dem Verlauf der Erkrankung fragen. In einigen Fällen können bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder eine MRT-Untersuchung zur weiteren Abklärung eingesetzt werden, um andere mögliche Ursachen auszuschliessen.

Frozen Shoulder: Behandlung und Therapie

Die Behandlung einer Frozen Shoulder zielt darauf ab, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit der Schulter wiederherzustellen. In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung konservativ, das heisst ohne operative Eingriffe. Zu den möglichen Behandlungsmethoden gehören:

  • Schmerzmittel: Die Einnahme von Schmerzmitteln wie nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR) kann zur Linderung der Schmerzen beitragen.

  • Physiotherapie: Durch gezielte Dehn- und Kräftigungsübungen kann die Beweglichkeit der Schulter verbessert werden. Eine regelmässige Physiotherapie kann insbesondere in der zweiten und dritten Phase dabei helfen, die Einschränkungen zu verringern und die Schulterfunktion wiederherzustellen. Mittels aktiver und passiver Bewegungstherapie wird die Beweglichkeit des Gelenks gefördert. Kraft- und Koordinationstraining unterstützen zusätzlich den Aufbau der Kraft und Stabilität, damit Sie Ihren Alltag wieder uneingeschränkt bewältigen können.

  • Injektionen: In einigen Fällen können kortisonhaltige Injektionen in das Schultergelenk zur Linderung der Entzündung und Schmerzen beitragen.

  • Manuelle Therapie: Massagen und Manipulationstechniken können ebenfalls dazu beitragen, die Beweglichkeit der Schulter zu verbessern.

Ablauf der physiotherapeutischen Behandlung

Nachdem in einem anfänglichen Gespräch alle relevanten Informationen gesammelt wurden und in einer gründlichen Untersuchung der Zustand Ihrer Schulter genau bestimmt wurde, erstellen wir einen individuell auf Sie abgestimmten Behandlungsplan.

Die Therapie selbst beginnt mit dem Fokus auf Schmerzreduzierung. Durch Aufklärung und Tipps wie Wärme- oder Kälteanwendungen sollten die Schmerzen zeitnah nachlassen. Im Anschluss konzentrieren wir uns auf die Verbesserung der Beweglichkeit. Wir nutzen dafür gezielte Übungen, die die Überkopfbewegungen sowie die Innen- und Aussenrotation fördern. Diese Übungen sollten regelmässig, mehrmals am Tag, durchgeführt werden, um die Schulter flexibel zu halten. Beispielhafte Übungen sind die Folgenden:

Darüber hinaus betrachten wir auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, körperliche Aktivität und Gewicht, da sie bei der Entwicklung einer Frozen Shoulder eine Rolle spielen können. Ein gesunder Lebensstil unterstützt die Therapie und kann den Heilungsprozess sowie auch die Schmerzlinderung beschleunigen.

Operation bei Frozen Shoulder: Ja oder nein?

Konservative Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, Bewegung und Schmerzmittel sind bei bis zu 90 % der Patienten mit einer Frozen Shoulder wirksam. Eine Operation wird nur empfohlen, wenn konservative Ansätze nach 3 bis 6 Monaten keine Besserung bringen und weiterhin starke Schmerzen und Bewegungseinschränkungen bestehen. Die Wirksamkeit von Operationen bei einer Frozen Shoulder ist jedoch nur schwach durch wissenschaftliche Beweise belegt.

Die häufigste Operation für Frozen Shoulder ist die arthroskopische Kapselentlastung, bei der eine Kamera ins Schultergelenk eingeführt wird, um die straffe Kapsel zu durchtrennen und so die Beweglichkeit zu verbessern. Eine alternative Methode ist die Manipulation unter Narkose, bei der die Schulter gedehnt wird. Diese Methode birgt jedoch Risiken wie Risse in der Kapsel oder sogar Knochenbrüche, weshalb sie seltener verwendet wird.

Physio Station – Ihre Experten für Frozen Shoulder

Bei der Physio Station sind wir Ihre Experten für die Behandlung von Frozen Shoulder. Unsere erfahrenen Physiotherapeuten zeigen Ihnen Übungen und entwickeln für Sie individuelle Therapiepläne, um die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit Ihrer Schulter wiederherzustellen. Wir arbeiten eng mit Ihnen zusammen, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen und Ihnen zu helfen, Ihre Lebensqualität wiederzuerlangen. Kontaktieren Sie uns noch heute, um einen Termin zu vereinbaren und weitere Informationen zu erhalten.

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Über den Author
Adrian
Adrian ist in der Physio Station Schlieren als Physiotherapeut tätig. Seine Schwerpunkte sind Manuelle Therapie, Rückenbeschwerden, Bobath, Schulterbeschwerden und Faszien Therapie.
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